Dr. phil. Irene Berkel M.A.
Religions- und Kulturwissenschaftlerin

 

 

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Neue Publikationen:

Nähe Verbot Ordnung
"Genealogische Nachrichten"

In den letzten Jahrzehnten sind die traditionell als weiblich und männlich definierten Rollen in Übereinstimmung mit den ökonomisch-technologischen Entwicklungen dekonstruiert worden. Wie ist es seither um die Position des Vaters und der Mutter bestellt? Bislang gab es zwei signifikante Optionen: sich heterosexuell fortzupflanzen oder die Generationenfolge abzubrechen. Während das Unbehagen innerhalb und gegenüber der kleinfamiliär »blutsverwandten« Ordnung wächst, tauchen gestützt auf die Reproduktionstechnik neue genealogische Praktiken und postmoderne Beziehungs- und Verwandtschaftsformate auf. Tragen diese zur Lösung des Unbehagens bei? Wie verhält sich die Psychoanalyse zur Auflösung tradierter Familienstrukturen? Hat sie überhaupt noch ein Konzept von Genealogie? Der Band beleuchtet Fragen der Herkunft, Abstammung, Eltern-, Nachkommen- und Kindschaft aus Sicht verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen.
Mit Beiträgen von Irene Berkel, John Borneman, Karola Brede, Willi Brüggen, Johannes Huber, Michi Knecht, Dieter Thomä, Michel Tort, Martin Treml und Laurie Wilson

 

Postsexualität
Zur Transformation des Begehrens

Die Entbindung der Sexualität aus der Fortpflanzung verändert das Verhältnis der Geschlechter und der Generationen zueinander, die Praktiken des (sexuellen) Genießens und der Fortpflanzung. Der Wandel begegnet uns einerseits in der Sexualisierung des öffentlichen Raums und der sozialen Kommunikation, andererseits in Phänomenen der Entsexualisierung.
Der Band versammelt Beiträge aus Philosophie, Kultur-, Sexual- und Filmwissenschaft, aus Psychoanalyse und Kunst, die das Auftauchen postsexueller Erscheinungen vor dem Hintergrund der religiösen, historischen, sozioökonomischen und psychosexuellen Entwicklungen beleuchten. (erschienen: April 2009)

Rezensionen:
Frankfurter Rundschau, "Im Dickicht" von Manfred Clemenz, 7.7.2009

TV
3sat, Kulturzeit, Postsexualität – Die Veränderung des Begehrens, 5.8.2009

 

Sigmund Freud

Sigmund Freuds Begründung der Psychoanalyse als Wissenschaft vom Unbewussten hat das 20. Jahrhundert entscheidend geprägt. Seine revolutionären Entdeckungen und Einsichten in das Seelenleben haben das Bild vom Menschen tief greifend verändert, unsere Gesellschaft und Kultur nachhaltig beeinflusst. Der Band führt in Freuds Konzept des Unbewussten, der Sexualität, der Geschlechter und der Kultur ein. (erschienen: Mai 2008)

Rezensionen:
Die Welt, Taschenbücher der Woche von Johanna Schmeller, 2008

 

Missbrauch als Phantasma. Zur Krise der Genealogie

Sexueller Missbrauch ist in den Medien, in Film, Literatur und Kunst seit langem gängige Münze. Welches Bild von Familie wird uns aber auf diese Weise vermittelt? Was bewegt eine Gesellschaft, deren Vater- und Männerbild, deren Generationenverhältnis in gravierender Weise kompromittiert erscheint?
Die vorliegende Untersuchung beleuchtet den öffentlichen Diskurs über sexuellen Missbrauch als modernes Faszinationsphänomen und Symptom einer Krise der Generationenfolge.
Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage nach der soziokulturellen Funktion des Inzestverbots und der Generationenschranke wie auch nach der religiösen Konzeption von Genealogie, die unserer abendländischen Kultur zugrunde liegt.(erschienen: August 2006)

Rezensionen:
taz, die tageszeitung, Arbeit am Patriarchen von Ines Kappert
Psyche, Zeitschrift für Psychoanalyse und ihre Anwendungen, Rezension von Wolfgang Hegener
International Journal of Psychoanalysis, Book Notices
Zeitschrift für Sexualforschung, Rezension von Wolfgang Wagner
Zeitschrift für Sexualforschung, Rezension von Wolfgang Wagner
Sexuologie. Zeitschrift für sexualmedizinische Fortbildung und Forschung, Akademie für Sexualmedizin




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